Wer Pelz trägt, trägt den Tod!

Anti-Pelz-Modenschau auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Anti-Pelz-Modenschau auf dem Hamburger Rathausmarkt. Quelle: AnimalsUnited

Erschlagen, erstickt, vergast! Lebendig gehäutet! Für einen Pelzmantel werden bis zu 20 Füchse, 60 Nerze, 50 Waschbären oder 200 Chinchillas grausam und blutig getötet. Jährlich sterben ca. 50 Millionen Tiere nur für die Pelzindustrie. Sie werden in der Regel vergast, vergiftet, durch Genickbruch oder Stromschläge brutal getötet. Ihre Pelze landen häufig vorsätzlich falsch deklariert als „Kunstpelz“ oder „Textil“ in deutschen Geschäften. Hinter vielen Produkten verbirgt sich Echtpelz: Jackenkapuzen, Accessoires, Westen und Schuhe. Selbst die Verkäufer wissen oft nicht, was sie da verkaufen. Vorsicht: Echtpelz kostet heutzutage nur noch wenige Euro und ist sogar in Ramschläden und Discountern zu finden! Pelz ist kein Abfallprodukt! Die Tiere werden extra dafür gezüchtet, gequält und getötet! Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie echten Pelz (oft auch von Hunden und Katzen aus Asien) tragen. Gerade jetzt, zur kalten Jahreszeit, sieht man immer wieder viele Menschen, die Pelz (Pelzbesätze, Bommel und Krägen) tragen.

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Go vegan! Veganes Straßenfest in Hamburg

Erst einmal möchte ich sagen, dass ich es klasse finde, dass es ein veganes Straßenfest in Hamburg gibt. Allen Organisatoren und Ausstellern ein dickes Dankeschön! Wir haben uns sehr gefreut und uns vorgestellt, dass es ein fröhliches Fest wird, wir tolle, vegane Leckereien bekommen und vielleicht ein paar Lebensmittel, Kosmetik oder schicke Klamotten kaufen können. Nein, ich bin keine Life-Style-Veganerin. Mir geht es um Tierschutz und Tierrechte. Aber es ist die Frage, wie man mit der veganen Idee offen auf die Menschen zugeht. Der erste Eindruck war leider ganz anders: Es war von außen nicht zu erkennen, dass auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz ein Fest stattfindet. Kein Hinweis, kein Willkommensschild, nur zwei autonome Wimpel. Es wäre toll gewesen, wenn man sich ein bisschen offener präsentiert hätte. Denn so hätte man vielleicht auch zufällige Passanten von der veganen Idee und veganer Ernährung begeistern können. Denn jeder, der sein Konsum- und Essverhalten überdenkt und vegan lebt, rettet Tierleben. Auf das Essen haben wir uns am meisten gefreut. Leider waren die Schlangen an den Ständen viel zu lang und es ging nur sehr schleppend voran. Zum hinsetzen gab es nur wenige Bierbänke. Die Preise waren leider teils zu teuer. Wie wollen wir einen Fleischfan von unserer Lebensweise überzeugen, wenn ein Hotdog vier Euro kostet? Die Stände und die allgemeine Grundstimmung waren mir viel zu Radikal und Ökohaft. Genau dieses Bild vom schlecht gelaunten Veganer haben die Leute im Kopf, dabei sollte es sich längst gewandelt haben. Ich fühlte mich selbst als Veganerin sehr unwohl und eher wie auf einer Demo. Das muss viel freundlicher werden. Generell bin ich dafür, dass Bilder von Tiertransporten und aus Versuchslaboren gezeigt werden. Doch muss das auf einem Straßenfest sein, wo neben dem Monitor, auf dem grausame und verstörende Bilder gezeigt werden, Eltern mit ihren Kindern für ein Eis anstehen? Neben uns mussten Eltern ihre weinenden Kinder trösten. Vielleicht war der Name „Straßenfest“ unglücklich gewählt. Für mich ist ein Fest eine Veranstaltung, auf der ein fröhlicher Umgang herrscht und nicht die Besucher mit verstörenden Bildern abgeschreckt werden. Für das kommende Jahr wünsche ich mir eine positivere Grundstimmung und ein Angebot, das auch für Fleischliebhaber etwas bietet. Und: Vor allem keinen erhobenen Zeigefinger. Der Hunger hat uns und viele andere übrigens weggetrieben. Die umliegenden Bäcker und Gastronomien haben sich bestimmt über die Umsätze, die die Festbesucher bei ihnen gemacht haben, gefreut.