Mit Atze Schröder in die Traumatherapie

Der großartige graslutscher.de bringt es mit diesem Foto auf den Punkt.

Grundsätzlich sind Atze Schröders Zoten nicht gerade eine Spitzenleistung des intellektuellen Humors. Ich hab mich ja schon mal in einem Beitrag über Atze Schröder und seinen Werbedeal mit den Tierquälern von Wiesenhof aufgeregt. Aktuell geht ein Video durch das Internet. In dem Werbespot hatte sich Atze Schröder über das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer Gina-Lisa Lohfink lustig gemacht. In dem 90-Sekünder wurde überaus ausführlich die Länge der neuen Wiesenhof-Bratwurst thematisiert. Dazu ulkt Schröder: „Danach müssen Gina und Lisa erstmal in die Traumatherapie“. Ich bin fassungslos! Sexistischer Mist in der Werbung ist man ja gewohnt, aber mit einer ins lächerliche gezogener sexueller Gewalt und mutmaßlicher Vergewaltigung Würstchen zu verkaufen, ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit! Den Respekt, den Wiesenhof Tieren gegenüber hat, hat das Unternehmen wohl auch gegenüber Frauen. Atze Schröder und Wiesenhof haben sich für den Spot entschuldigt. Er sei schon vor einem Jahr gedreht worden. Aber: Gina-Lisa Lohfinks Anwalt zeigte bereits am 13. Juni 2012 bei der Staatsanwaltschaft an, dass die damals 25-Jährige vergewaltigt worden sei. Der Fall bahnte sich daraufhin seinen Weg ins Netz: Schnell gingen kurz danach Anzeigen bei der Polizei ein, weil Leute in den Videos Straftaten erkannt haben wollen. Als Wiesenhof im vergangenen Sommer den Werbeclip drehen ließ, hätte man also leicht von der mutmaßlichen Vergewaltigung wissen können. Eine kurze Recherche im Internet hätte hier geholfen. Und unabhängig vom Zeitpunkt: Warum dreht man so einen Mist überhaupt? Der Konzern hat das Video aus dem Netz genommen. Beide Videos habe ich absichtlich nicht verlinkt. Wer googel bedienen kann, wird fündig.