Das unfassbare Leid der Weihnachtsgänse

Oh, Du grausame! Rund zehn Millionen Gänse landen allein während der Weihnachtszeit auf den Esstischen der Deutschen. Die meisten Gänse haben bis dahin nicht mal fünf Monate gelebt. Die natürliche Lebenserwartung von Gänsen liegt übrigens bei 30 bis 40 Jahren. Allein von deutschen Mastbetrieben kann die Nachfrage hierzulande nicht gedeckt werden. Ein Großteil der Gänse wird daher aus Ungarn und Polen importiert. Dort liegen die Mindestanforderungen für industrielle Tierhaltung weit unter den Standards der deutschen Rechtsverordnung. Immer wieder machen Tierschützer auf die unzumutbaren und grauenhaften Lebensumstände von Gänsen in den dortigen Mastbetrieben aufmerksam. Die Tiere werden in großen Industriehallen gehalten und in nur wenigen Wochen auf ihr Schlachtgewicht von drei bis vier Kilogramm gemästet. Besonders qualvoll ist die Rupfung noch lebender Gänse durch Maschinen. Ohne jegliche Betäubung reißt man den Tieren die weichen Federn bei lebendigem Leibe aus, um daraus Daunen als Füllmaterial beispielsweise für Kissen und Jacken zu gewinnen. Da das Rupfen im Akkord erfolgt, gehen die Menschen entsprechend unvorsichtig mit den Tieren um. Nicht selten werden den Vögeln zusammen mit den Federn ganze Hautstücke ausgerissen. Auf Fotos verzichte ich an dieser Stelle ganz bewusst. Das Rupfen ist zwar nach EU-Recht verboten, die Betriebe in Ländern wie Ungarn und Polen werden jedoch von den dortigen Behörden kaum kontrolliert.

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