Das unfassbare Leid der Weihnachtsgänse

Weihnachten, ein Fest der Liebe? Warum nicht auch der Tierliebe?

Oh, Du grausame! Rund zehn Millionen Gänse landen allein während der Weihnachtszeit auf den Esstischen der Deutschen. Für mich als Tierschützerin ist Weihnachten einer der schwärzesten Tage des Jahres. Die meisten Gänse haben bis dahin nicht mal fünf Monate gelebt. Die natürliche Lebenserwartung von Gänsen liegt übrigens bei 30 bis 40 Jahren. Allein von deutschen Mastbetrieben kann die Nachfrage hierzulande nicht gedeckt werden. Ein Großteil der Gänse wird daher aus Ungarn und Polen importiert. Dort liegen die Mindestanforderungen für industrielle Tierhaltung weit unter den Standards der deutschen Rechtsverordnung. Immer wieder machen Tierschützer auf die unzumutbaren und grauenhaften Lebensumstände von Gänsen in den dortigen Mastbetrieben aufmerksam. Die Tiere werden in großen Industriehallen gehalten und in nur wenigen Wochen auf ihr Schlachtgewicht von drei bis vier Kilogramm gemästet. Besonders qualvoll ist die Rupfung noch lebender Gänse durch Maschinen. Ohne jegliche Betäubung reißt man den Tieren die weichen Federn bei lebendigem Leibe aus, um daraus Daunen als Füllmaterial beispielsweise für Kissen und Jacken zu gewinnen. Da das Rupfen im Akkord erfolgt, gehen die Menschen entsprechend unvorsichtig mit den Tieren um. Nicht selten werden den Vögeln zusammen mit den Federn ganze Hautstücke ausgerissen. Auf Fotos verzichte ich an dieser Stelle ganz bewusst. Das Rupfen ist zwar nach EU-Recht verboten, die Betriebe in Ländern wie Ungarn und Polen werden jedoch von den dortigen Behörden kaum kontrolliert.

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Kein Olympia 2024: Danke Hamburg!

Dass es beim Olympia-Referendum knapp wird, war abzusehen. Was mich allerdings überrascht hat, waren die Reaktionen der überstimmten Olympia-Befürworter. Die Bürger seien kleingeistige Nörgler, Miesmacher, armselig und rückhaltlos. Die monatelange und millionenschwere PR-Kampagne vom ersten Bürgermeister Olaf Scholz konnte nicht überzeugen. Obwohl es Unterstützung von Profivereinen und den lokalen Medien gab, wollten die Hamburger sich „Feuer und Flamme“ nicht kühl von oben anordnen lassen. Für mich am treffendsten hat es Florian Kasiske von NOlympia formuliert: „Die Bevölkerung in Hamburg will eine Stadtpolitik, die nicht mehr auf Megaevents und Leuchtturmprojekte setzt, sondern sich an den grundlegenden Bedürfnissen der Menschen dieser Stadt orientiert.“ Okay: Fifa-Skandal, WM-Affäre, Terrorangst – das alles hatte Einfluss auf die Entscheidung. Doch zu einfach sollten es sich die Verantwortlichen nicht machen. Denn der Rückgang der Zustimmung kann nicht allein mit den Geschehnissen in der Paris erklärt werden. Eine Forsa-Umfrage hatte einen Zustimmungsverlust innerhalb weniger Monate um sieben Prozent belegt – schon vor Paris. Und Sportverbände gelten nicht erst seit diesem Jahr als dubiose Gebilde. Es waren wohl nicht nur „Begleitumstände“. Das aufwändig und viele Millionen teure angefertigte Olympia-Konzept sowie der Finanzplan haben viele Hamburger nicht überzeugt. Wer dennoch „Feuer und Flamme“ war, hat in seiner Begeisterung vielleicht übersehen, dass man mal mitrechnen muss, wenn unser Stadt Großprojekte plant: Sich in einer Stadt, in der ein mit 77 Millionen Euro veranschlagtes Konzerthaus knapp 800 Millionen kosten kann, etwas kritischer mit Finanzplänen auseinanderzusetzen, hat nichts mit Kleingeistigkeit zu tun. Das ist gesunder Menschenverstand! Bis zum Schluss war ja auch überhaupt nicht klar, mit wie vielen Milliarden Euro sich der Bund beteiligen wird. Da ging es um 6,2 Milliarden Euro! Hamburg hat die passende Antwort an der Wahlurne gegeben.

Wer Pelz trägt, trägt den Tod!

Anti-Pelz-Modenschau auf dem Hamburger Rathausmarkt.

Anti-Pelz-Modenschau auf dem Hamburger Rathausmarkt. Quelle: AnimalsUnited

Erschlagen, erstickt, vergast! Lebendig gehäutet! Für einen Pelzmantel werden bis zu 20 Füchse, 60 Nerze, 50 Waschbären oder 200 Chinchillas grausam und blutig getötet. Jährlich sterben ca. 50 Millionen Tiere nur für die Pelzindustrie. Sie werden in der Regel vergast, vergiftet, durch Genickbruch oder Stromschläge brutal getötet. Ihre Pelze landen häufig vorsätzlich falsch deklariert als „Kunstpelz“ oder „Textil“ in deutschen Geschäften. Hinter vielen Produkten verbirgt sich Echtpelz: Jackenkapuzen, Accessoires, Westen und Schuhe. Selbst die Verkäufer wissen oft nicht, was sie da verkaufen. Vorsicht: Echtpelz kostet heutzutage nur noch wenige Euro und ist sogar in Ramschläden und Discountern zu finden! Pelz ist kein Abfallprodukt! Die Tiere werden extra dafür gezüchtet, gequält und getötet! Die meisten Menschen wissen nicht, dass sie echten Pelz (oft auch von Hunden und Katzen aus Asien) tragen. Gerade jetzt, zur kalten Jahreszeit, sieht man immer wieder viele Menschen, die Pelz (Pelzbesätze, Bommel und Krägen) tragen.

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Hamburg hat ein großes Herz! #refugeeswelcome

Seit Wochen sind die Hamburger Helfer im Einsatz.

Deutschland erlebt den größten Flüchtlingsansturm der Nachkriegszeit. Der Bund rechnet für dieses Jahr mit 800.000 Asylbewerbern. In Hamburg werden schätzungsweise mehr als 30.000 Flüchtlinge eintreffen. Die Spendenbereitschaft in unserer Stadt ist enorm.

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Spinat-Champignon-Quiche

Spinat-Champignon-Quiche In regelmäßigen Abständen finden in meiner Wohnung vegane Kochabende statt. Fleischesser und Veganer sind dabei gleichermaßen willkommen. Es geht darum, gemeinsam vegane Gerichte auszuprobieren. Heute habe ich meine erste Spinat-Champignon-Quiche gebacken. Kam super an und kommt bestimmt bald wieder auf den Tisch. Das Rezept findet Ihr hier.