Spinat-Champignon-Quiche

Spinat-Champignon-Quiche In regelmäßigen Abständen finden in meiner Wohnung vegane Kochabende statt. Fleischesser und Veganer sind dabei gleichermaßen willkommen. Es geht darum, gemeinsam vegane Gerichte auszuprobieren. Heute habe ich meine erste Spinat-Champignon-Quiche gebacken. Kam super an und kommt bestimmt bald wieder auf den Tisch. Das Rezept findet Ihr hier.

Go vegan! Veganes Straßenfest in Hamburg

Erst einmal möchte ich sagen, dass ich es klasse finde, dass es ein veganes Straßenfest in Hamburg gibt. Allen Organisatoren und Ausstellern ein dickes Dankeschön! Wir haben uns sehr gefreut und uns vorgestellt, dass es ein fröhliches Fest wird, wir tolle, vegane Leckereien bekommen und vielleicht ein paar Lebensmittel, Kosmetik oder schicke Klamotten kaufen können. Nein, ich bin keine Life-Style-Veganerin. Mir geht es um Tierschutz und Tierrechte. Aber es ist die Frage, wie man mit der veganen Idee offen auf die Menschen zugeht. Der erste Eindruck war leider ganz anders: Es war von außen nicht zu erkennen, dass auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz ein Fest stattfindet. Kein Hinweis, kein Willkommensschild, nur zwei autonome Wimpel. Es wäre toll gewesen, wenn man sich ein bisschen offener präsentiert hätte. Denn so hätte man vielleicht auch zufällige Passanten von der veganen Idee und veganer Ernährung begeistern können. Denn jeder, der sein Konsum- und Essverhalten überdenkt und vegan lebt, rettet Tierleben. Auf das Essen haben wir uns am meisten gefreut. Leider waren die Schlangen an den Ständen viel zu lang und es ging nur sehr schleppend voran. Zum hinsetzen gab es nur wenige Bierbänke. Die Preise waren leider teils zu teuer. Wie wollen wir einen Fleischfan von unserer Lebensweise überzeugen, wenn ein Hotdog vier Euro kostet? Die Stände und die allgemeine Grundstimmung waren mir viel zu Radikal und Ökohaft. Genau dieses Bild vom schlecht gelaunten Veganer haben die Leute im Kopf, dabei sollte es sich längst gewandelt haben. Ich fühlte mich selbst als Veganerin sehr unwohl und eher wie auf einer Demo. Das muss viel freundlicher werden. Generell bin ich dafür, dass Bilder von Tiertransporten und aus Versuchslaboren gezeigt werden. Doch muss das auf einem Straßenfest sein, wo neben dem Monitor, auf dem grausame und verstörende Bilder gezeigt werden, Eltern mit ihren Kindern für ein Eis anstehen? Neben uns mussten Eltern ihre weinenden Kinder trösten. Vielleicht war der Name „Straßenfest“ unglücklich gewählt. Für mich ist ein Fest eine Veranstaltung, auf der ein fröhlicher Umgang herrscht und nicht die Besucher mit verstörenden Bildern abgeschreckt werden. Für das kommende Jahr wünsche ich mir eine positivere Grundstimmung und ein Angebot, das auch für Fleischliebhaber etwas bietet. Und: Vor allem keinen erhobenen Zeigefinger. Der Hunger hat uns und viele andere übrigens weggetrieben. Die umliegenden Bäcker und Gastronomien haben sich bestimmt über die Umsätze, die die Festbesucher bei ihnen gemacht haben, gefreut.

Warum vegan?

Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, mich vegan zu ernähren bzw. vegan zu leben. Seit meiner Kindheit lebe ich konsequent vegetarisch. Ein Tier zu essen ist für mich unvorstellbar. In den vergangenen Jahren habe ich den Gedanken konsequent weiter gedacht. Denn es sind nicht nur die Massentierhaltungen, Tiertransporte und Schlachthöfe, in denen den Tieren unvorstellbares Leid zugefügt wird. Milchkühe werden meist nach wenigen Jahren geschlachtet, wenn die „Milchleistung“ nachlässt. Außerdem werden diese Kühe künstlich geschwängert, damit sie Milch geben. Die männlichen Nachkommen werden meistens sehr früh getötet und zu Kalbsfleisch verarbeitet. Die weiblichen Nachkommen werden meist selbst zu Milchkühen. Eier meide ich, weil bei der Züchtung von Legehennen zu 50 Prozent männliche Küken entstehen, die direkt nach dem Schlüpfen aussortiert und lebendig in einen Schredder geworfen oder vergast werden. Neben der Tötungsfrage spielt auch die Tatsache eine wichtige Rolle, dass den Nutztieren während der Haltung, des Transports und der Schlachtung viel Leid widerfährt. Das gilt sogar für Biotierprodukte, denn deren Tierschutzstandards stehen meist im Widerspruch zum guten Ruf, den diese Produkte haben.

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